Artikel: Gerade oder gebogen? Wie der Griff einen Regenschirm prägt

Gerade oder gebogen? Wie der Griff einen Regenschirm prägt
Der Griff ist der Teil eines Regenschirms, der am unmittelbarsten erlebt wird. Er liegt in der Hand, bestimmt die Haltung beim Gehen und beeinflusst, wie der geschlossene Schirm getragen oder abgestellt werden kann.
Gleichzeitig verändert seine Form die Wirkung des gesamten Objekts. Das zeigt sich besonders deutlich bei zwei Regenschirmen, deren technische Konstruktion ansonsten gleich ist: Sapor Classic und Sapor Modern.
Ein Detail mit großer Wirkung
Classic und Modern besitzen dasselbe 121 Zentimeter große Schirmdach, acht flexible Fiberglasstreben, einen Stahlschaft und eine automatische Öffnung. Auch Länge, Gewicht und Futteral entsprechen einander.
Der sichtbare Unterschied liegt im Griff. Beim Classic ist er gebogen. Beim Modern setzt er die gerade Linie des Schafts fort.
Damit verändert sich nicht nur eine einzelne Komponente. Die Form des Griffs bestimmt den Charakter des vollständigen Schirms.
Sapor Classic: die vertraute Kurve
Der gebogene Holzgriff des Classic greift eine Form auf, die seit Langem mit dem Stockschirm verbunden ist. Seine Rundung besitzt jedoch nicht nur eine gestalterische Funktion.
Der Schirm kann über dem Unterarm getragen oder an einer geeigneten Stelle aufgehängt werden. Beim Halten bietet die Krümmung unterschiedliche Griffpositionen. Der Griff wird dadurch zu einem sichtbaren und funktionalen Abschluss des Schafts.
Die warme Wirkung des lackierten Holzes und die vertraute Silhouette geben dem Classic seinen eigenständigen Ausdruck.

Sapor Modern: eine fortgesetzte Linie
Beim Modern verläuft der Griff gerade. Er führt die Linie des Schafts weiter und lässt den geschlossenen Regenschirm als eine zusammenhängende, vertikale Form erscheinen.
Dadurch wirkt das Modell zurückhaltender und stärker reduziert. Der Griff tritt nicht als separate Kurve hervor, sondern wird Teil einer durchgehenden Silhouette.
Technisch verändert diese Form den Schirm nicht. Gestalterisch entsteht dennoch ein deutlich anderes Objekt.

Holz als Teil der Gestaltung
Die Griffe beider Modelle bestehen aus lackiertem Holz. Maserung und Farbton können deshalb leicht variieren. Diese Unterschiede gehören zum natürlichen Material und machen jeden Griff zu einem individuellen Bestandteil des Schirms.
Holz bringt außerdem eine andere optische und haptische Qualität mit als ein Griff aus Kunststoff oder Metall. Es verleiht beiden Modellen Wärme, ohne ihre klare Form zu überlagern.
Eine Frage des Gebrauchs und der Form
Die Entscheidung zwischen Classic und Modern ist keine Entscheidung zwischen zwei unterschiedlichen Konstruktionen. Beide Modelle bieten dasselbe großzügige Schirmdach und dasselbe Gerüst.
Entscheidend ist vielmehr, welche Form besser zum eigenen Gebrauch und zur eigenen Vorstellung eines Stockschirms passt.
Der Classic bietet die vertraute Kurve und die Möglichkeit, den Schirm über den Arm zu legen oder aufzuhängen. Der Modern verfolgt eine geradlinige, reduzierte Silhouette.
Manchmal genügt ein einziges Detail, um den Charakter eines ganzen Objekts zu verändern.
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